Curved Screen

Curved Screen

Der "Curved Screen" ist ein Panoramadisplay. Eigens für ihn erstellte Anwendungen oder bereits vorhandene Applikationen für den CAVE können auf diese Weise einem großen Publikum präsentiert werden. Die Darstellung erfolgt durch drei Projektoren, die gekachelt auf eine gekrümmte und zehn Meter lange Wand projizieren. Damit kein Übergang zwischen den einzelnen Projektionsbildern zu erkennen ist, wird eine Technik namens "Edge Blending" eingesetzt. Wie auch beim CAVE erhält man den dreidimensionalen Eindruck der Darstellung durch den Einsatz von Aktiv-Stereo Technik.

Die Idee des Curved Screens - ein möglichst großes Blickfeld des Betrachters abzudecken - stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden auf ähnlich geformten Projektionsflächen (dem Cinerama) erstmals Kinofilme gezeigt und militärisches Training praktiziert. Der Curved Screen ist durch das Ausmaß seiner Projektion ideal für großflächige Darstellungen, wie z.B. Fahr- und Flugsimulationen, geeignet.

Curved Screen Blank

Die Projektionsfläche ist aus Gipsplatten gefertigt und 2,70m x 10m groß. Ihre Form entspricht einem 170 Grad Mantelsegment eines Kegelstumpfs mit einem Radius von 3 Metern. An der Decke befindet sich ein optisches Trackingsystem zur Bestimmung von Position und Ausrichtung des Anwenders, sowie möglicher Eingabegeräte.

Projektoren

Das Bild am Curved Screen wird von drei Projektoren frontprojiziert, wobei die Auflösung der Projektion 3440x1024 Pixel (Bildpunkte), bei einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz, beträgt. Jeder Projektor besitzt eine Auflösung von 1280x1024 Pixel. Die drei Projektionen werden nebeneinander mit einer Überlappung von jeweils 200 Pixel an die Leinwand projiziert. Der 3D Effekt wird durch den Einsatz der Aktiv-Stereo Technik erzielt, was die Bildwiederholfrequenz von mindestens 120 Hz erfordert.

Die Auflösung der Projektoren ist in den letzten Jahren nicht den Anforderungen entsprechend gestiegen. Um trotzdem große Projektionsflächen bestrahlen zu können, werden daher mehrere Projektoren nebeneinander bzw. auch übereinander installiert. Dabei entstehen Probleme an den Übergängen, die selbst bei exakter Ausrichtung der Projektoren zu sichtbaren Kanten führen. Um diesen Effekt zu vermeiden, kommt beim Curved Screen ein Kantenüberblendungsverfahren (Edge Blending) zum Einsatz. Dabei werden aneinander liegende Projektionsflächen überlappt und zur Kante hin linear abgedunkelt. Diese Abdunklung kann entweder durch die Applikation, oder wie im Falle des Curved Screens in Hardware berechnet werden. Spezielle Edge Blending Einheiten zwischen Grafikkarte und Projektoren sorgen für einen nahtlosen Bildverlauf.